Raum für Körper, Geist und Herz
Yoga in Ebringen

- Sich in der Mitte befinden bedeutet, sich an einen stabilen, schlüssigen Zustand der Bewusstheit zu gewöhnen. - Chopra Deepak

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20.06.2020

Radikales Neu-Denken

Kom-fort-1.jpgWas, wenn wir alles neu denken sollten? Wenn wir genau jetzt dazu aufgerufen sind, unser Leben komplett neu zu denken

Also nicht: wie bekommen wir unsere alte Wirklichkeit jetzt mit Mund-Nase-Bedeckungen und Abstandsregelungen in den neuen Alltag gepresst.

Sondern: visionär! Mit ganzen neuen, bis dato vielleicht ungedachten Möglichkeiten?

So, wie die Architekten des Bauhaus. So wie Martin-Luther-King oder Mahatma Ghandi, deren Ideen uns heute noch manchmal viel zu visionär und kaum umsetzbar erscheinen. Oder so wie Elon Musk, den ich zwar nicht besonders schätze, der aber einfach „groß“ denkt. Was ihn antreibt, kann ich nur ahnen.

Mich und vielleicht auch Dich treibt gerade ein äußerer Umstand an, neu zu denken: die Veränderung, die Covid-19 mit sich gebracht hat. Momentan scheint sich ja bei uns einiges wieder zu „normalisieren“, wenn auch mit Einschränkungen. Wir können uns wieder bei uns im Raum für Körper, Geist und Herz treffen, wenn wir Abstand halten und gut lüften. Momentan geht das gut, aber wie wird das in der kälteren Jahreszeit? Wenn es eine zweite Welle gibt und wir die Regeln weiterhin einhalten müssen? Dann können wir nicht mehr die gesamte Session über lüften. Was dann? Üben in Schneeanzug? Heizung voll aufdrehen und Energie verblasen? Nur noch Feueratem üben?

All das wären Maßnahmen, unsere alte Wirklichkeit in den neuen Alltag zu quetschen.

Aber was, wenn wir das Alte komplett hinter uns lassen? Wenn wir beginnen, Räume zu verändern? Orte, an denen wir uns treffen oder gemeinsam arbeiten, werden größer und weitläufiger, damit wir dort auch mit mehr als zehn Personen zusammen sein können. Das geht dann zu Lasten von privaten Wohnräumen: wir reduzieren unseren privaten Platzbedarf, um Innenräume für Gemeinschaft schaffen zu können.

Gleichzeitig wird unser privates Reich viel wichtiger für unseren Rückzug. Im Sommer treffen wir uns mit anderen auf der Straße und in Cafés, machen Yoga auf der Wiese, feiern gemeinsam an Grillplätzen. Wenn es kälter wird, haben wir Zeit für uns selbst. Wir nutzen sie, um uns auf zu tanken und ziehen uns zurück wie die Pflanzen. Wir lernen, die Zeit mit uns selbst wieder zu brauchen. Wir müssen nicht mehr die ganze Zeit im Außen sein, um genährt zu werden.

Der Lauf der Jahreszeiten wird für uns alle wieder deutlich spürbarer, wir fließen mit der Zeit. Auch das Wetter wird einen anderen Einfluss auf uns haben, als heute noch. Weil wir viel mehr Zeit im Freien verbringen werden, machen uns Regenschauer oder grauer Himmel plötzlich gar nicht mehr so viel aus – denn sie gehen ja auch vorbei. Wir gewöhnen uns wieder den Blick in den Himmel an und verbinden uns mit den Elementen.

Vielleicht hat das sogar Auswirkung auf unsere Art zu bauen: ich glaube, dass Innen und Außen viel mehr verschmelzen werden. Das Außen wird zu einem noch größeren Teil Lebensraum als heute. Das „Outdoorwohnzimmer“ aus den Hochglanzmagazinen des neuen Jahrtausends wird Lebenswirklichkeit und nicht nur im Hochsommer genutzt.

Damit wir Gemeinschaft leben können und bebaute Fläche sinnvoll genutzt werden kann, teilen wir uns privaten Wohnraum. Es wird üblich werden, in Wohngemeinschaften zu leben – nicht nur zu Studentenzeiten sondern das ganze Leben über. Was es dafür braucht, ist ein Umdenken. Denn wer sich jetzt während des Lock Downs einsam gefühlt hat, hätte vielleicht auch die Möglichkeit, mit anderen Menschen zusammen zu leben, seine Wohnung zu öffnen für leben in Gemeinschaft.

Das klingt radikal? Ja, vielleicht. Denn es ist gegen unsere Gewohnheit. Wir denken, unseren eigene Raum zu brauchen und meinen damit: viele Quadratmeter, um die Tür hinter uns zu machen zu können und uns „ganz zu Hause“ fühlen zu können.

Was, wenn das auch in Gemeinschaft möglich ist? Wenn es vielleicht einfach nur ein Umdenken benötigt, wie wir miteinander sprechen? Was wir voneinander erwarten? Was wir uns gegenseitig zumuten dürfen?

Was, wenn wir unsere Komfortzone verlassen und ganz radikal neu beginnen?

Was dann?

Wie fühlt sich das an?

Macht es Dir Angst? Verunsichert es Dich? Kommt Dir direkt ein „Ja, aber…“ hoch?

Ja, lass uns diskutieren. Lass uns beginnen, über das Neue, das Ungewohnte, nach zu denken und lass uns unsere Gedanken teilen. Ich bin noch nicht fertig und das, was ich hier geschrieben habe, sind nur Bruchstücke einer Vision. Fortbewegung, Arbeitswelt, Ausübung von Religion, Großveranstaltungen, … das Alles ist noch nicht mitbedacht, gehört aber auch zu unsere Realität.

Ich freue mich auf Deine Rückmeldung – entweder per Mail an anne@yoga-in-ebringen.de oder als Kommentar hier unter dem Artikel.

Und bis wir uns wiedersehen: sei herzlich umarmt von

Anne

Admin - 15:28 | Kommentar hinzufügen

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