Raum für Körper, Geist und Herz
Yoga in Ebringen

- Sich in der Mitte befinden bedeutet, sich an einen stabilen, schlüssigen Zustand der Bewusstheit zu gewöhnen. - Chopra Deepak

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24.04.2020

Back to normal?

normal.jpgOft höre ich gerade: “Wir wollen schnell zur Normalität zurückkommen.”
Wirklich?

Also ich meine: WIRKLICH???

Wir hatten einen verhext schnellen “Lock Down” und unsere Körper und Geister mussten sich von jetzt auf gleich mit einer völlig veränderten Situation anfreunden. Wir Menschen sind glücklicherweise unfassbar flexibel und anpassungsfähig - gedauert hat die Anpassung dennoch ein paar Tage. Jetzt befinden wir uns im Coronamodus: alles ein bißchen langsamer. Nicht so früh aufstehen müssen, weil der Weg zur Arbeit weg fällt. Kein Termindruck mehr, weil es kaum noch Termine gibt, die es wahr zu nehmen gilt. Weniger Pflichten, mehr Zeit. Deswegen: lasst uns auch die Abkehr aus dem Lock Down ruhig angehen und nicht “schnell”.

Ich schreibe bewusst von einer Abkehr, denn: wollen wir ernsthaft zu dem Zustand zurück, der vor Corona geherrscht hat? Der Zustand, der mal unsere “Normalität” war?

Eine liebe Freundin, die als Selbstständige ein feines Familienhotel im Schwarzwald führt, hat mir gerade erzählt, dass es für sie nicht so weiter geht wie vorher. Sie wird einen Gang runter schalten und sich die Zeit mit ihrer Familie und auch für sich (sie hat jetzt mit Online-Yoga bei mir angefangen *freu*) nehmen. Nicht mehr noch mehr arbeiten sondern mehr vertrauen. Nicht mehr noch weniger Zeit haben sondern mehr Genuss und Entspannung.

Wir sehr wir alle angespannt waren vor Corona merken wir vielleicht erst jetzt. Viele erzählen mir: “Ich schlafe viel besser und länger und auch die Kinder schlafen viel ruhiger.” Für so viele Dinge, die wir schon immer mal tun wollten, finden wir jetzt Zeit. So viele Herausforderungen, die es zu meistern gilt, gehen einfacher von der Hand. Es gibt so wenig Herzinfarkte wie nie. Menschen berichten von niedrigerem Blutdruck. Die Notaufnahmen in den Krankenhäusern nehmen weniger Unfallopfer auf. Die Straßen sind leer und die Radwege voll. In den Gärten werden Beete beackert und in den Familien wird wieder selbst gekocht. So viele gute Nachrichten.

Ich persönlich gehöre eh nicht zu der Fraktion, die jedes Wochenende was zu tun hat, Freunde trifft, zu Veranstaltungen geht. Und dennoch merke auch ich jetzt erst, WIE VIEL ich dennoch unterwegs war, wie oft ich von einem Termin zum nächsten gelaufen bin.

Dazu kommt die viele Arbeit! All das Geld, was wir “brauchen”, um uns dieses oder jenes zu leisten. WIRKLICH? Ich habe mir schon vor einigen Jahren angewöhnt, bei Dingen, die ich meine zu brauchen, dreißig Tage ab zu warten, bevor ich sie kaufe. Wenn ich nach dieser Zeit immer noch meine, dass diese Geldausgabe mein Leben bereichert, dann tätige ich sie voller Freude auf das, was dann zu mir kommt. Vor allem meine ich damit Gegenstände. Ach, wir brauchen so wenig. Wer einmal mit dem Rad verreist ist, weiß das: ein paar Unterhosen, gute Schuhe und einen kleinen Campingkocher für den Kaffee am Wegesrand - mehr braucht´s nicht, um glücklich zu sein.

Was ist also “normal” und wollen wir dahin zurück, was einst unsere “Normalität” war?

We shouldn`t go back to normal. Normal wasn`t working.

Ist es nicht viel mehr so, dass so ein einschneidendes Ereignis wie diese Zeit uns geradezu dazu auffordert, zu überdenken, wie wir bis jetzt gelebt haben? Vielleicht merkst Du es auch - ganz subtil oder mit aller Wucht - dass sich unser Leben ändern MUSS! Dass der Alltag nicht mehr so wird, wie er mal war - und ich spreche da nicht von Maskenpflicht oder von Abständen, die es zu wahren gilt. Ich spreche von einem neuen Bewusstsein für die Qualität eines jeden Tages. Ich spreche über das tiefe Erspüren dessen, was WIRKLICH wichtig ist und was DU wirklich brauchst. Ich spreche von Gefühlen, die Du wahr nehmen, denen Du Raum geben kannst und Gedanken, denen Du folgen magst, weil Du weißt: es ist eh nichts mehr so, wie es mal war. Also lass es zu! Spür dahin, wo es vibriert, wo es wächst, wo Du ganz Du bist. Schau hinter die Fassade des Menschen, der Du glaubtest, zu sein und sieh… DICH! Mit allem, was dazu gehört: Schatten und Mitgefühl, Liebe und Grenzen, Erstaunen und Willen.

Willkommen, wunderbarer Mensch! Schön, dass es Dich gibt, schön, dass Du da bist!

Lass wachsen, was entsteht. Entspann Dich in diesen unglaublichen Zustand puren Seins hinein. Du darfst das! Einfach nur da sein. So simpel und doch so ungewohnt.

Und wenn Du das zulässt, dann ist es kein weiter Weg mehr, Deine alten Gewohnheiten über Bord zu werfen. Ich meine damit nicht, dass Du Dich komplett ändern sollst, es ist so vieles an Dir wunderbar, das solltest Du unbedingt weiter kultivieren. Nein, ich meine damit die festgefahrenen Wege, die wir gehen, weil “man es so macht” oder weil Du sie schon seit zwanzig Jahren gehst. Hinterfrage das mal: Gehst du diesen Weg, weil es DEIN Weg ist und er Dich zu Deinem allerbesten Selbst führt? Oder gehst Du ihn, weil es so wahnsinnig bequem ist, weil Du Dich einfach dran gewöhnt hast, weil Du vielleicht gar nicht weißt, dass es auch noch eine Abzweigung und einen anderen Weg gibt?

Jetzt ist die Zeit!

“Es gibt vieles zu bedenken :
Was tut ihr?
Wo lebt ihr?
Wie sind eure Beziehungen?
Seid ihr in richtiger Beziehung?
Wo ist euer Wasser?
Kennt euren Garten.
Es ist Zeit eure Wahrheit zu sprechen.
Gestaltet eure Gemeinschaft.
Seid gut zueinander.

Der Fluss fließt jetzt sehr schnell.
Er ist so groß und reißend, dass es jene gibt, sie sich fürchten.
Sie versuchen sich am Ufer festzuhalten und werden spüren,
wie sie zerrissen werden und sie werden sehr leiden.
Wisset, dass der Fluss seine Bestimmung hat.
Die Alten sagen,
dass wir das Ufer loslassen müssen und uns abstoßen,
hin zur Mitte des Flusses.
Wir sollen unsere Augen offen halten und unsere Köpfe über Wasser.
Seht, wer mit euch darinnen ist und feiert!
In dieser Zeit der Geschichte können wir nichts persönlich nehmen,
am allerwenigsten uns selbst.
Wenn wir dies tun, kommen unser seelisches Wachstum
und unsere Lebensreise zu einem Halt.
Die Zeit der einsamen Wölfe ist vorbei.
Sammelt euch!
Entlasst Mühsal und Kampf aus Wort und Tat.
Alles, was wir jetzt tun, muss auf heilende Weise vollbracht
und gefeiert werden.
Wir sind diejenigen, auf die wir gewartet haben.”

(Hopi Ältestenrat 2000, Oraibi, Arizona)

Wir sind diejenigen, auf die wir gewartet haben! Ja, denn alles, was Du brauchst, ist bereits in Dir. Jetzt ist die Zeit, es heraus zu lassen. Also: Gib Dich in den Fluss und lasse alles los und öffne Deinen Körper, Dein Geist und Dein Herz (dieses Lied hat uns fünf Wochen bei unseren täglichen Eltern-Kind-Yogaeinheiten in der 2. großen Pause begleitet).

Ich lade Dich ein, zu unseren Online-Yogastunden dazu zu stoßen und Dich dem Fluss hin zu geben - Du brauchst gar nicht weit zu gehen, der Raum für Dein Home-Yogastudio ist >>> hier <<<. Du brauchst nur eine halbwegs stabile Internetverbindung und einen Laptop oder ein mobiles Endgerät! Ich freu mich auf Dich!

Und weil mir neben all dem persönlichen Wachstum auch unsere gute Mutter Erde am Herzen liegt, möchte ich Dich noch darauf hinweisen, dass auch die Klimastreiks weiter gehen - im Netz! Morgen, Freitag den 24. April streiken wir um 10Uhr live im Netz, das finde ich kolossal! Sei dabei, denn auch Du wirst vielleicht gemerkt haben, dass das schöne Wetter, was wir derzeit genießen können, auch eine Kehrseite hat - es könnte einen erneuten Dürresommer geben, schon jetzt ist der Boden knochentrocken. Wir tragen Verantwortung - jeder für sich selbst, für die Gemeinschaft und auch für unseren Planeten.

Seid von Herzen gegrüßt und umarmt

von Anne

Admin - 07:22 @

 


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- Beim Yoga kommt es nicht darauf an, dass Du Deine Zehen berühren kannst. Yoga ist vielmehr der Weg dahin -

 
 
 
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